Ein Beschleunigungssensor hilft dem Handy, seine Neigung zu erkennen. Im ruhig gehaltenen Gerät lässt sich aus seinen Messwerten ableiten, welche Seite nach unten zeigt. Die Software kann dann das Bild drehen, sofern App und Einstellungen es erlauben.
Das Titelbild ist eine Illustration. Die Grafiken zeigen ein vereinfachtes Modell; Sensorbauteile und ihre Bewegungen sind nicht maßstabsgetreu.
Eine winzige Masse im Inneren
Viele Beschleunigungssensoren enthalten eine sehr kleine, beweglich aufgehängte Masse. Ihre Verschiebung gegenüber dem Gehäuse wird elektrisch erfasst. Daraus entstehen Messwerte für verschiedene Richtungen.
Auch Stillhalten liefert einen Hinweis
Ein in der Hand abgestützter Sensor liefert auch ohne sichtbare Bewegung ein Signal. Die Schwerkraft spielt dabei eine Rolle. Beim langsamen Drehen ändern sich die Anteile entlang der Geräterichtungen. So lässt sich Hoch- von Querformat unterscheiden.
Die Software wertet die Signale aus
Ruckartige Bewegungen verändern die Messwerte ebenfalls. Software kann Signale glätten und mehrere Sensoren kombinieren. Ein zusätzliches Gyroskop misst, wie schnell sich das Gerät dreht. Der genaue Aufbau unterscheidet sich je nach Handy.
Messen und Drehen sind zwei Schritte
Eine erkannte Lageänderung muss nicht das Bild drehen. Eine Drehsperre oder eine App, die nur Hochformat unterstützt, kann die Anzeige festhalten. Ein unverändertes Bild beweist deshalb keinen kaputten Sensor.
Langsam drehen und vergleichen
- Setzt euch mit einem Erwachsenen an einen Tisch. Öffnet auf einem vorhandenen Handy eine App, die Hoch- und Querformat unterstützt, etwa einen Webbrowser. Prüft gemeinsam, ob automatische Drehung erlaubt ist. Merkt euch die ursprüngliche Einstellung.
- Haltet das Handy mit beiden Händen fast senkrecht vor euch. Dreht es langsam um eine Vierteldrehung zur Seite und haltet kurz still. Zeichnet, wie das Gehäuse und der Bildinhalt ausgerichtet sind. Dreht langsam zurück.
- Falls eine Drehsperre vorhanden ist, aktiviert sie mit dem Erwachsenen und wiederholt die gleiche Bewegung. Vergleicht und stellt danach die ursprüngliche Einstellung wieder her. Ihr beobachtet die Bildschirmfunktion; die winzige Sensormasse selbst könnt ihr dabei nicht sehen.
Im Sitzen über dem Tisch beobachten und das Gerät sicher festhalten. Nicht schütteln, werfen, fallen lassen oder öffnen. Es ist keine zusätzliche App nötig.
Zum Mitnehmen
Sensoren liefern Hinweise auf die Lage des Handys. Die Software entscheidet daraus über die Anzeige. Automatische Drehung funktioniert nur, wenn die App und die Einstellungen sie zulassen.
Was hilft einem ruhig gehaltenen Handy, seine Neigung zu erkennen?
Quellen & Weiterlesen
Google · Science Journal Help: Sensors on your device · Accelerometer ↗NASA: Mars Buggy Curiosity Measures a Mountain's Gravity · Accelerometers at rest ↗Android Developers: Motion sensors · Gravity, accelerometer and gyroscope ↗Apple Support: Rotate the screen on your iPhone or iPod touch · App support and rotation lock ↗Unsere Texte erklären die Grundidee in eigenen Worten. Bilder und Modelle vereinfachen die Wirklichkeit; sie sind nicht maßstabsgetreu.
