Der Mond verändert seine Form nicht. Die Sonne beleuchtet eine Hälfte seiner Kugel. Während er um die Erde wandert, sehen wir unterschiedlich viel von dieser hellen Hälfte. Diese wechselnden Ansichten heißen Mondphasen.
Dafür brauchst du keine Mondstücke, die verschwinden und wieder wachsen. Es kommt auf Licht und Blickrichtung an.
Mondlicht kommt von der Sonne
Der Mond leuchtet nicht wie die Sonne aus eigener Kraft. Seine Oberfläche wirft Sonnenlicht zurück. Außer bei einer Finsternis liegt ungefähr eine Hälfte der Mondkugel im Sonnenlicht, die andere auf ihrer Nachtseite.
Auch bei einer schmalen Sichel bleibt der ganze Mond vorhanden. Wir sehen nur wenig von seiner direkt beleuchteten Hälfte.
Unsere Ansicht ändert sich
Der Mond bewegt sich um die Erde. Deshalb ändert sich der Winkel zwischen Sonne, Mond und uns.
Bei Neumond liegt der Mond von uns aus ungefähr in Richtung Sonne. Seine beleuchtete Seite zeigt weitgehend von uns weg. Bei Vollmond steht er ungefähr gegenüber der Sonne; wir blicken fast vollständig auf seine Tagseite.
Von der Sichel zum Vollmond und zurück
Nach Neumond wächst der sichtbare helle Anteil: Der Mond nimmt zu. Nach Vollmond wird dieser Anteil kleiner: Er nimmt ab. Beim ersten und letzten Viertel ist jeweils die Hälfte der sichtbaren Scheibe hell.
Von einem Neumond zum nächsten vergehen etwa 29,5 Tage. Die Phasen gehen fließend ineinander über. Je nach Standort und Beobachtungszeit kann die Sichel am Himmel gedreht aussehen.
Ist die dunkle Seite der Erdschatten?
Die gewöhnlichen Phasen entstehen nicht durch den Schatten der Erde. Die dunkle Fläche ist der Teil der Mondnacht, den wir gerade sehen.
Der Erdschatten trifft den Mond bei einer Mondfinsternis. Das geht nur bei Vollmond und passender Ausrichtung. Weil die Mondbahn gegenüber der Erdbahnebene um etwa fünf Grad geneigt ist, zieht der Vollmond meistens oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei.
Ein kleines Mondtagebuch
- Wähle mit einer erwachsenen Person einen sicheren Platz am Boden oder hinter einem geschlossenen Fenster mit freiem Blick zum Himmel. Zeichne sieben gleich große Kreise als Vorlagen auf Papier, einen für jeden Beobachtungstag. Halte einen Bleistift bereit.
- Schau eine Woche lang nach Sonnenuntergang möglichst zur gleichen Uhrzeit kurz nach dem Mond. Wenn du ihn siehst, zeichne den hellen Anteil so, wie er tatsächlich aussieht. Notiere Datum, Uhrzeit und Wolken. Ist er nicht sichtbar, schreibe das auf; zeichne keine vermutete Phase ein.
- Vergleiche deine eigenen Zeichnungen: Wird der helle Anteil größer oder kleiner? Einige Tage zeigen nur eine kleine Änderung. Nicht gesehen bedeutet nicht automatisch Neumond: Wolken, Häuser und die Stellung unter dem Horizont können die Sicht verhindern. Bei zu wenigen Beobachtungen bleibt das Ergebnis offen.
Nur mit bloßem Auge und von einem sicheren Standort beobachten. Nicht auf Dächer, Mauern oder Fensterbänke klettern und nicht auf Straßen stehen. Kinder beobachten mit einer erwachsenen Person. Für diese Aktivität keine Ferngläser oder Teleskope verwenden. Niemals in die Sonne schauen oder den Neumond in ihrer Nähe suchen; hier wird erst nach Sonnenuntergang beobachtet.
Zum Mitnehmen
Der Mond bleibt eine Kugel. Seine Phasen zeigen, wie viel von der sonnenbeleuchteten Hälfte wir sehen. Der Zyklus dauert etwa 29,5 Tage. Eine Mondfinsternis ist ein anderes Ereignis.
Warum erscheint der Mond manchmal als Halbmond?
Quellen & Weiterlesen
NASA Science · Moon Phases ↗NASA Space Place · What Are the Moon’s Phases? ↗ESA Space for Kids · Moon phases ↗NASA Science · Eclipses and the Moon ↗Unsere Texte erklären die Grundidee in eigenen Worten. Bilder und Modelle vereinfachen die Wirklichkeit; sie sind nicht maßstabsgetreu.
