Jeder Magnet hat zwei Pole. Ein Nordpol und ein Südpol ziehen sich an. Zwei gleiche Pole stoßen sich ab. Dafür sorgt das Magnetfeld um sie herum.
Du hältst zwei Magnete aneinander. Noch bevor sie sich berühren, merkst du einen kleinen Zug. Drehst du einen um, scheint plötzlich ein unsichtbares Polster zwischen ihnen zu liegen. Es ist keine Magie: Du spürst eine Kraft, die auch ohne Berührung wirkt.
Ein unsichtbares Feld
Um einen Magneten herum gibt es ein Magnetfeld. Stell es dir als einen Bereich vor, in dem andere Magnete eine Kraft spüren können. Das Feld besteht nicht aus unsichtbaren Fäden. Die Linien, die man in Zeichnungen sieht, zeigen nur seine Richtung und Form.
Jeder gewöhnliche Stabmagnet hat einen Nordpol und einen Südpol. Treffen unterschiedliche Pole aufeinander, wirkt eine anziehende Kraft. Stehen sich gleiche Pole gegenüber, wirkt eine abstoßende Kraft. Drehst du einen Magneten, veränderst du also, welche Pole einander gegenüberstehen.
Woher kommt der Magnetismus?
Im Inneren bestimmter Stoffe tragen Elektronen zum Magnetismus bei. In Eisen gibt es kleine Bereiche, in denen viele magnetische Wirkungen in die gleiche Richtung zeigen. Diese Bereiche heißen magnetische Domänen. Du kannst sie dir vereinfacht wie Gruppen winziger Kompassnadeln vorstellen.
Zeigen die Gruppen wild durcheinander, heben sich ihre Wirkungen weitgehend auf. In einem Dauermagneten sind viele von ihnen gemeinsam ausgerichtet. Ihre Wirkungen addieren sich, und nach außen entsteht ein deutliches Magnetfeld. Die Kompassnadeln sind dabei nur ein Bild, keine echten kleinen Nadeln im Metall.
Warum hält eine Büroklammer?
Eine Büroklammer aus Stahl muss vorher kein Dauermagnet sein. Das Feld eines Magneten kann ihre magnetischen Bereiche stärker ausrichten. Dadurch wird die Klammer selbst vorübergehend magnetisch und angezogen. Manchmal hält sie sogar noch eine zweite Klammer fest.
Das klappt nicht mit jedem Metall. Eine Holzperle bleibt liegen, und eine gewöhnliche Aluminiumfolie wird von einem Kühlschrankmagneten nicht spürbar angezogen. Entscheidend ist der Stoff, nicht allein sein metallischer Glanz.
Dreh den Magneten um
- Lege zwei große, schwache Stabmagnete auf einen glatten Tisch.
- Schiebe sie langsam aufeinander zu. Spürst du Anziehung oder Abstoßung?
- Dreh einen Magneten um und wiederhole es. Jetzt stehen sich andere Pole gegenüber.
Verwende große Magnete, keine kleinen verschluckbaren oder starken Neodym-Magnete. Halte sie von medizinischen Implantaten fern.
Zum Mitnehmen
Gleiche Pole: Abstand. Verschiedene Pole: zusammen. Die Kraft wirkt durch ein Magnetfeld.
Zwei Nordpole stehen sich gegenüber. Was passiert?
Quellen & Weiterlesen
Exploratorium · Magnetic Domains ↗National MagLab · Electromagnets ↗Unsere Texte erklären die Grundidee in eigenen Worten. Bilder und Modelle vereinfachen die Wirklichkeit; sie sind nicht maßstabsgetreu.
